So bunt kann spenden sein
Sie gehören zu den Ärmsten der Armen: die „Müllmenschen“ auf der philippinischen Insel Cebu. Im Rauch und Gestank der gigantischen Deponie vor den Toren der Millionenstadt Cebu City wühlen sie im Dreck nach Brauchbarem, das sie verkaufen können. Jörg Müller, Kundenberater im IFC Singen, der gemeinsam mit seiner Frau bereits einige Male auf den Philippinen war, wollte diesen Menschen unbedingt helfen – und stieß dabei auf ein interessantes Projekt. Einige der „Müllmenschen“ hatten sich darauf spezialisiert, aus weggeworfenen Getränkeverpackungen (ähnlich unseren „Capri Sonne“-Tüten“) Taschen zu nähen. „Ich habe daraufhin für 1.200 Euro 500 Taschen gekauft“, sagt Müller. „Dank dieser Einnahme war für die Menschen für vier Monate der Lebensunterhalt gesichert.“ Doch das ist nur der eine Teil der Geschichte. Der andere ging in Deutschland weiter. „Gemeinsam mit Kollegen habe ich die Taschen im Kollegen- und Bekanntenkreis verkauft, um den Erlös wiederum den Menschen auf der Deponie zukommen zu lassen.“ Bei einer Betriebsversammlung der Region Südbaden hatte Müller die Gelegenheit, sein Projekt einem größeren Publikum vorzustellen – und konnte auf diese Weise allein an einem Tag mehr als 100 Taschen verkaufen. „Die Kollegen waren begeistert und haben ihrerseits in ihren IFCs für das Projekt geworben“, erzählt Müller. „Das IFC Freiburg-Rotteckring hat sogar für jeden abgeschlossenen Riester-Vertrag eine bestimmte Summe gespendet.“ Mittlerweile haben Jörg Müller und seine Kollegen alle Taschen verkauft und damit einen Reingewinn von 3.800 Euro erzielt. Dieser Betrag wurde von Regionsleiter Hubert Sponer um 1.200 Euro auf 5.000 Euro aufgestockt. Zusammen mit 2.000 Euro aus der Initiative Plus sowie den bis heute abgesetzten Riester-Verträgen des IFCs Freiburg-Rotteckring kamen so bislang mehr als 7.600 Euro zusammen. „Mit dieser Summe können wir auf Cebu 3-fach helfen: mit Reis und Medikamenten für die Müllmenschen, neuen Nähmaschinen für die Taschenproduktion sowie einem Zuschuss für den Neubau eines Waisenhauses“, erzählt Müller.
Dienstag, 9. September 2008
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